Aus einem wird drei…

Letzten Freitag kam endlich der Brief mit dem Gesundheitzeugnis an. Sofort wurde dies vom meinem Bienenpapa eingescannt und an das Veterinäramt mit der Bitte um Ausstellung einer Wandergenehmigung weitergeleitet. In der Zwischenzeit wurde alles vorbereitet, um eine Überführung der Bienen möglich zu machen. Zusammen mit einem Kollegen aus meinem Imkerkurs, dem Martin 🙂 , der ebenfalls Bienen bekommen sollte, wurden eigene Wanderrahmen als Deckel für die Bienenbeuten kreiert (damit sie beim Transport nicht verbrausen – d.h. das sie nicht überhitzen und schlagartig alle sterben), Leisten für den Umbau von DN (Deutsch Normal) auf Dadant (Rähmchengröße) organisiert, die dann mit Kabelbindern an die kleineren DN-Rähmchen montiert werden sollten, die Autos optimal vorbereitet und alles eingepackt, was Frau und Mann, die ganz frisch Imker sind, meinen einpacken zu müssen.

Am Montag waren dann die Autos bis oben hin gepackt, Treffpunkt war abends 20.00 h – natürlich waren wir früher da, lag aber nur daran, dass es keinen Stau gab 😉 . Gott sei Dank war es mit 32 Grad nicht der heißeste Tag dieses super trockenen, schon lang andauerndem Sommers ohne Regen 😉 und es war eine Freude sich in die Imkerkleidung mit Stiefeln, langer fester Hose, Imkerumhang und Imkerhut zu zwängen. Schon nach ca. 10 sec. lief uns allen an sämtlichen Körperteilen der Schweiß runter – aber wir waren viel zu aufgeregt, um uns davon stören zu lassen.

Insgesamt drei Völker nahmen wir in den folgenden zweieinhalb Stunden auseinander, insgesamt vier Beuten wurden fast vollständig mit zehntausenden Bienen gefüllt, zwei Königinnen an mich und Martin verteilt, zwei Ableger mit Eiern und Brut gut ausgestattet und ebenfalls zwischen uns beiden aufgeteilt. In der Schubkarre wurden die doch sehr schweren Beuten nacheinander zu den wartenden Autos gekarrt und dann festverzurrt eingeladen. Um halb elf ging es dann auf die Reise in eine neue Heimat. Martins Bienen sollten in den Rhein-Erft-Kreis kommen und meine in unseren Garten nach Schlebusch.

Als ich um elf völlig erledigt zu Hause ankam, hatte mein Mann den Garten mit Scheinwerfern beleutet und alles vorbereitet, um mir beim Transport der Bienen zu helfen. Toll!! In Null komma Nichts standen die „Doppelhaushälften“ auf ihrem Ständer, der Wanderdeckel wanderte in den Schuppen, zwei leere Honigräume wurden aufgesetzt und das Flugloch geöffnet. Schnell war alles weggeräumt und das Auto wieder in den Normalzustand versetzt. Ich hüpfte noch kurz unter die Dusche, pflegte meine beiden Bienenstiche (beim Festzurren der letzten Beute hatte ich mit meinem Knie leider zwei Bienen in der Dämmerung übersehen und eingequetscht) und fiel total erschöpft ins Bett.

Es war ein aufregender Tag, Eure Frau-Biene

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